Markus Bönisch macht den nächsten Schritt mit dem SPHERA 2 RS
In den letzten zwei Jahren ist Markus Bönisch rund 200 Stunden unter dem STELLAR RS geflogen. Der Schirm wurde für ihn zu einem echten Begleiter, den er in- und auswendig kannte: zuverlässig, dynamisch und ideal für lange Tage in der Luft.
Gleichzeitig sammelte Markus bereits seine ersten Wettbewerbserfahrungen, unter anderem in der Sports Class, wo er sich mit unserem High-B-Schirm sehr gut geschlagen hat. Doch je höher das Niveau wurde, desto klarer wurde eines: Wenn er mit schnelleren Schirmen und starken Piloten mithalten wollte, brauchte er mehr Leistung.
Als Markus den brandneuen SPHERA 2 RS zum ersten Mal flog, hat es sofort gepasst. Das Gleiten, die Geschwindigkeit, das Handling. Es fühlte sich nach genau dem richtigen nächsten Schritt an. Also packte er den Schirm ein und fuhr nach Greifenburg zur Hessenmeisterschaft, wo er sich entschied, den SPHERA 2 RS direkt im Wettbewerb zu fliegen.
Ein mutiger Schritt? Vielleicht. Aber lest selbst sein Feedback.
Das Video zum Flug
Markus’ Erfahrungsbericht mit dem SPHERA 2 RS
200 Stunden bin ich unter dem STELLAR RS von SWING geflogen. Geiler Schirm, verlässlich, dynamisch, ein idealer Begleiter. Das kleine Aber: Bei Wettbewerben fehlte ihm das Shape, um gut mitzufliegen. Krass war es in Kolumbien Anfang des Jahres: Bei der Copa de las Americas fehlten mir Geschwindigkeit und Gleitleistung, im Vergleich zu den Schirmen der höheren Klassen – der Wettbewerb war mindestens für C-Schirme ausgelegt – und das bekam ich zu spüren. Also flog ich lieber für mich und hatte wunderbare Flüge. Doch der Wunsch nach einem guten C-Schirm war groß.
SWING ließ dann im Frühjahr den SPHERA 2 RS als C-Schirm zu. Und mit einem Mal war da eine echte Option. Aber wie groß wäre der Sprung auf einen SPHERA, einen High-C? SWING gab mir einen zum Testen, ich packte ihn ein und fuhr nach Greifenburg, um eine Antwort auf die entscheidende Frage zu finden. Und weil ich es dann gleich übertreiben musste, wollte ich den Schirm nach zwei Tagen des Freifliegens auch direkt bei der Hessenmeisterschaft einsetzen. Verrückt? Vielleicht.
Am Start auf der Emberger Alm hatte ich eine große Portion Respekt dabei, startete den Schirm, ging in die Luft. Was mir auffiel: Er schüttelte mich im Gurtzeug (BF Zeppelin 2) deutlich mehr durch als der STELLAR. Kein Wunder, er hat ja auch eine Streckung von 6.9. Vorsichtig stieg ich ins Halbgas, auch durch Thermiken. Der SPHERA blieb oben, blieb offen, bis zur Landung. Am zweiten Tag wagte ich mich dann ins Hochgebirge. Denn ich hatte gemerkt, die Gleitleistung gibt mir Sicherheit. Ich spielte mit Vollgas und auch dabei gab es keine Überraschungen – bis auf die Kleinigkeit, dass ich mir überlege, mit Skibrille oder Visier zu fliegen, weil der Flugwind echt mehr wird.
Der erste Wettbewerb mit dem SPHERA 2 RS
Dann der Wettbewerb. Ich habe ein paar Comps hinter mir – alle nicht besonders erfolgreich – aber ich wurde auch nie Letzter. Ich war gespannt. Dieser Schirm war nun schneller. Ich konnte also mit etwas Glück bei den “Großen” mitspielen. Der erste Tag endete im Ziel und auf Platz 24 von 100. Vor mir noch jede Menge Hochleister und Cracks. Der zweite Tag war Sightseeing vom Feinsten, wir flogen vor allem südlich von Greifenburg, kamen ordentlich in Leethermik. Ich wurde gut durchgeschüttelt, doch der SPHERA blieb immer offen. Was für ein beruhigendes Gefühl! Ich kam nach 81 Kilometern wieder ins Ziel, auf Platz 23. Der für mich letzte Task sollte die Krönung sein: 100 Kilometer – und dabei rein in die Lienzer Dolomiten. Was für ein Panorama! Mein Race-Start war zufällig richtig gut, ganz vorne mit dabei. Im weiteren Verlauf fiel ich nach hinten, weil die Racecracks natürlich die bessere Linie hatten. Wegen eines Drachen-Unfalls wurde der Task dann gestoppt, ich flog ihn aber zuende und landete auf Platz 27. Den letzten Task konnte ich aus Zeitgründen nicht mitfliegen. Am Ende stand deshalb ein 30. Platz in der Gesamtwertung. Jetzt kommt das große Aber: ich habe dann mal die ganzen D- und CCC-Schirme rausgerechnet und da stand ich auf dem 8. Platz. Wow, Jubel.
Denn eines ist klar: Ich habe zwar rund 19 Flugstunden in Greifenburg gemacht. Doch um einen Schirm wirklich ausfliegen zu können, braucht es mehr Zeit. Der Respekt muss in Vertrauen umgearbeitet werden. Ich bin auf einem guten Weg, doch noch lange nicht am Ziel. Je schneller ich fliege, desto weiter komme ich nach vorne. Und ich bin aus Respekt vor Thermik und Turbulenzen noch zu oft aus dem Gas gegangen. Deshalb bin ich ziemlich überzeugt, dass da noch richtig viel drin ist, dass ich nun endlich einen Schirm habe, der alles hat, um vorne dabei zu sein.
Und gleichzeitig freue ich mich auf die Flüge im Heimatrevier Sauerland. Denn die Gleitleistung wird mir beim Genussfliegen noch mehr Freiheit und Möglichkeiten auf Strecke geben. Der Schirm macht mir jetzt schon Spaß. Verrückt? Nö, verlässlich!
Alle Infos und technischen Daten zum Schirm findest du auf der Produktseite zum SPHERA 2 RS.
